Was ist Schamanismus?OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Schamanismus zu erklären ist schwierig, umfasst er doch viel mehr als greifbar.

Vermutlich ist einer der Gründe dafür, dass Schamanismus sich nur durch seine Praktizierung erfahren lässt.
Deshalb könnte man sagen das er etwas für Skeptiker ist, dass eine Annäherung nur durch das Tun zu erreichen ist.

Am besten scheint mir der Versuch einer Umschreibung über die Eigenschaften und Aufgabenbereiche eines Schamanen. Grundsätzlich stellt der Schamane
mittels eines veränderten Bewusstseinszustandes eine Verbindung zu den Geistern her, die ihm helfen die Aufgaben zu lösen mit welchen er gerade konfrontiert ist.
Nun eröffnen sich natürlich weitere Fragen.
Was ist ein veränderter Bewusstseinszustand und wie erreicht der Schamane diesen?;
Wer oder was sind die Geister, welche er um Hilfe bittet?;
Welcher Art sind die Aufgaben mit denen der Schamane konfrontiert wird?

Ein veränderter Bewusstseinszustand, welcher durch ein verändertes Hirnwellenmuster charakterisiert wird kann durch Drogen (auch körpereigene),
Ausnahmezustände, Erschöpfung und Trance -indizierende- Techniken wie Tanz, Atmung und monotone Rythmen erreicht werden.
In diesem Bewusstseinszustand kann es zu erweiterten Sinneswahrnehmungen kommen, die es dem Schamanen ermöglichen mit den Geistern zu kommunizieren.

Die Geister, die er meist als Helfer, Verbündete, Freunde und ähnliches bezeichnet können Naturgeister,
Ahnengeister oder andere Geister sein, welche nicht in direkter Verbindung mit dem Schamanen stehen.

In den meisten schamanischen Kulturen lebt die Überzeugung, dass bestimmte, dem Menschen wohlgesonnene Geister jeden Menschen ähnlich
dem Schutzengel von Geburt an begleiten, mehr noch: diese Geister braucht der kleine Mensch um seine Kindheit zu überstehen.
Viele Eltern werden sich an die ersten Jahre ihrer Kinder erinnert fühlen, da diese von bestimmten Tieren träumten oder mit imaginären Freunden spielten.
Jeder Mensch hat oder hatte also Kontakt zu den Helfern aus der Anderswelt.
In den Stammeskulturen anderswo in Raum und Zeit, also auch hierzulande in der Vergangenheit,
besitzt oftmals jeder Hof, jedes Haus seine eigenen “heiligen Stätten”, wo sie gerufen und befragt werden.
Jede Mutter hat ihre Helfer, die ihr Rat geben um dem Hof Segen und den Lebenden Heil zu geben.
Jeder Vater seine Geister um seine Familie ernähren, Acker und Jagd zu segnen und den Hof zu beschützen.
Viele denen dieser Kontakt im laufe des Lebens verloren ging haben beim ersten Wiedersehen mit
den Geistern das Gefühl zu hause angekommen  zu sein und alte bekannte wieder zu sehen.
Auch ich habe das Gefühl, die mir zur Seite stehenden schon länger als ein Leben zu kennen.

Frau ud Schlange
Doch gibt es auch jene, die ihr Leben dem wohle vieler verschreiben. Die Medizinmänner, Schamanen und Prister,
welche steten Kontakt zu vielen Geistern pflegen um den Segen für den Stamm, die Heimat und das Heil aller in diesem Verbund zu erwirken.

Die Aufgaben des Schamanen variieren je nach Volksgruppe, was eine Definition zusätzlich erschwert. Fasst man alles Aufgaben,
ohne zu unterscheiden um welche schamanischen Wurzeln es sich dabei handelt, zählen Rituale und Zeremonien, Behandlung von
Krankheiten seelischer und körperlicher Natur, Zukunftsschau, Mittler zu Göttern und Geistern, Seelengeleit verstorbener,Geburtshelferin, Berater und
Bewahrer der Geschichte zu den Aufgaben einer Schamanin, eines Schamanen.

Dies nur als Versuch einen gewissen Einblick in das Thema zu schaffen.

All jenen, die sich aufgerufen fühlen mehr zu erfahren, tiefer in dieses Thema einzutauchen kann ich empfehlen dies durch praktisches Herantasten zu tun.
Falls es mehr intellektuelle Nahrung braucht bieten die zahlreichen Veröffentlichungen eine Möglichkeit dafür.