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Bogenschießen in Brasilien – mit Klemens Schmelter

Kategorien: Blog

Bogenschießen in Brasilien – mit Klemens Schmelter

Im Januar ist unser Lehrbeauftragter und Bogen-Fachmann Klemens Schmelter aufgebrochen zum Bogenschießen in Brasilien.
Anlass für diese Reise war ein Bogenschießprojekt bei der Avicres.
Die AVICRES ist ein brasilianisches Sozialwerk in Nova Iguaçu.

 

Der erste Bericht von Klemens

Der erste Bericht von Klemens ist letzte Woche, via Email aus Brasilien, eingetroffen.

 

Liebe Freunde,
noch gar nicht lange her wo wir (Klemens und Tina) euch die Idee des Bogenschießprojektes bei der Avicres vorstellten, senden wir euch heute herzliche Grüße aus Brasilien !
Lieben Dank an Alle für die Hilfe bei den ersten Schritten. Grad vor Paar Tagen haben wir uns entschlossen vorab schon was zum ersten Teil unserer Reise zu schreiben.

Bogenschießen in Brasilien mit Klemens Schmelter - Rio Xingu

Rio Xingu

Inspiriert durch die Begegnungen mit dem ehem. Bischof der Amazonasregion Erwin Kräutler bei dem Avicres Geburtstag im September und Vortrag in Münster,
haben wir uns Anfang Januar auf den Weg nach Altamira gemacht.

Dort wollten wir zum einen sein Wirkungsgebiet samt Lebenssituation der Menschen am Rio Xingu kennen lernen,
sowie den Wurzeln des Bogenschießens in Brasilien durch Kontakt zu den Indigenen näherkommen.

Im Vorfeld gab es Gespräche mit dem Kräutler selbst, der uns aber noch nichts Konkretes sagen konnte zu seinem Aufenthalt im Januar in Brasilien.
So konnten wir über Johannes Niggemeier (Leiter der Organisation Avicres) Mailkontakt zu dem neuen Bischof der Region Dom Frei Joao Muniz aufnehmen,
der uns wiederum an einen anderen Pater vor Ort weitergeleitet hat, welcher im direkten Kontakt zu den Indios steht.
Aber auch dieser Pater hatte bereits andere wichtige Termine in einer anderen Region.

Fahrt nach Altamira

Trotz der Tatsache, dass die Zeichen Anfangs nicht günstig standen und die Fahrt nach Altamira eine weite 3-tägige Busreise für uns bedeutete,
bei der wir aber auch sehr viel vom Land sehen konnten, begegneten wir schon in Recife Menschen, die uns weitere Wege für den Austausch über Pfeil und Bogen ermöglichten.
So lernten wir über einen Freund in Recife Timei Assurini (23J.) den Sohn eines der geistigen Führer vom Stamm der Asurini in Awaete und seine Frau Carla kennen.
Durch sie war es uns möglich einen Einblick in die Lebenswelt der indigenen Bevölkerung vor Ort aus primärer Quelle zu bekommen,
sowie über ihren Gebrauch von Pfeil und Bogen etwas zu lernen. Die Auswirkungen des 3. größten Staudammprojekts der Welt „Belo Monte“ am Rio Xingu sind verheerend.
Neben unglaublichen Verwüstungen an Flora und Fauna, wurden zusätzlich bis zu 12000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben.
Die Skepsis der Indios gegenüber den staatlichen Organisationen ist dadurch weitergewachsen.
Von einem ehrlichen Interesse an den Bedürfnissen und Rechten der Indios ist nicht viel zu spüren.
Anstatt ihre ursprüngliche Art zu leben zu schützen und ihre Traditionen zu bewahren, hat man nur ihr Überleben gesichert, damit sie nicht obdachlos werden.
In Folge dessen wuchsen Hoffnungslosigkeit, Entwurzelung und Alkoholkonsum.

Disharmonie zwischen den Stämmen

Einige Stämme bekriegen sich mittlerweile schon untereinander, die Harmonie ist gestört. Auch dies haben wir in Altamira im wahrsten Sinne des Wortes zu spüren bekommen.
Schon vor Ankunft wurden wir von mehreren Leuten gewarnt, es sei ein sehr gefährlicher Ort. Eine Nacht vor unserer Anreise gab es eine Schießerei bei der sieben Polizisten starben.
Eine bedrückende Stimmung umgab auch uns, doch es gab auch Hoffnung.
Als wir feststellten, dass der Konvent des Bischofs sich nur eine Straße weiter von unserer Unterkunft befand,
suchten wir ihn auf und wurden sehr herzlich von den dort wirkenden willkommen geheißen und bekamen einen Gesprächstermin mit dem Bischof.
Es war uns ein Anliegen, nachdem wir so viel von Timei über die Problematiken seines Stammes erfahren durften, auch ihn mitzunehmen.
Es kam zu einem sehr wertschätzenden Austausch zwischen uns.
Der Bischof hörte aufmerksam zu, war interessiert an dem Bogenschießprojekt (würde sogar ein ähnliches Projekt mit Indios und uns in Altamira unterstützen) und
schenkte auch Timei mitfühlende Worte als dieser sich mit den Anliegen seines Stammes an ihn wandte.

Weitere Bilder

Soweit der vorläufige Bericht von Klemens.
Es wird noch mehr folgen, wenn Zeit dafür ist.

Wir bleiben dran und freuen uns auf weitere Informationen zu diesem Projekt.

Bogenschießen in Brasilien mit Klemens Schmelter - Treffen mit dem Bischof

Treffen mit dem Bischof

Hier noch ein paar Bilder:

Bogenschießen in Brasilien mit Klemens Schmelter - Timei und Carla

Zu Besuch bei Timei und Carla

Bogenschießen in Brasilien mit Klemens Schmelter - Klemens mit Bogen

Klemens erklärt rund um den Bogen

 

Thema
Bogenschießen in Brasilien - mit Klemens Schmelter
Artikel
Bogenschießen in Brasilien - mit Klemens Schmelter
Beschreibung
Erster Reisebericht unseres Lehrbeauftragten Klemens Schmelter aus Brasilien
Autor
Schamanismus e.V. - Gemeinnütziger Verein
Autor:Olaf Bernhardt

Lehrer für Schamanismus seit 1993 Schamanische Praxis seit 1991. Zahlreiche Forschungsreisen; Buchautor “Spirits – Geister im Herzen” (2013, Arun-Verlag, Olaf Bernhardt mit Jennie Appel)

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