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Schamanische Wege oder

Wie kann der Schamanische Weg für uns persönlich aussehen,
was gibt uns die Verbindung zu den Geistern?

Ich kann uns der Antwort dieser Fragen näher bringen, in dem ich von meinen Erlebnissen und von dem was ich in den letzten 23 Jahren als Seminarleiter bei anderen miterleben durfte berichte. Natürlich wird jeder letztlich seinen individuellen Pfaden folgen, den Schamanismus ist weder dogmatisch noch stellt er eine unumstößliche Lehre da. Zudem ist er wie alles dem ewigen Wandel unterlegen.

Ich liebe das Leben und die Natürlichkeit dieser Welt. Schamanismus e.V. Ahornwald
Durch die Wälder streifen, in der Natur Sein, war schon in meiner Kindheit sehr wichtig für mich. Nicht selten ging ich noch vor der Schule auf Wanderschaft und erlebte Stille, Verbundenheit und Abenteuer.

Irgendwann erfuhr ich von Wegen und Erfahrungen außerhalb des Alltags und begann mich dafür zu interessieren.
Als ich auf den Schamanismus traf, war dies eine Richtung, welche für mich gleichermaßen Naturverbunden wie auch Geheimnisvoll war. Ich besuchte ein Seminar und obwohl mir die schamanische Reise, aus meiner damaligen Sicht, nicht gelingen wollte, waren die Erlebnisse der anderen Teilnehmer eine ganz neue Erfahrung. Ich war erstaunt welch eine Welt sich da einen Spalt weit aufgetan hatte und war mir sicher, diese Welt wollte ich kennen lernen, wollte die Tür noch etwas weiter öffnen.

Zuhause zurück berichtete ich meiner Familie und meinen Freunden in überschwänglichen Worten von meinen Erlebnissen und Gedanken. Zu dieser Zeit musste ich erfahren, dass solch emotionale Erlebnisse nur schwer zu vermitteln und überaus individuell sind.

Ich besuchte dann ein Seminar für Fortgeschrittene und erhielt ein großes Geschenk. Die Ausgangssituation dafür war meine Verstörtheit der Frage von Leben und Tod gegenüber, die Gegensätzlichkeit von der Glückseligkeit, welche ich in der Natur erleben durfte und dem Leid, welches einem begegnet. Alte Fragen und wichtige Fragen, aber auch Fragen die einen Jungen Menschen sehr verstören können. Durch ein Erlebnis bei meinen Spaziergängen während dieses Seminars wurde diese Frage in großer Dringlichkeit in mein Bewusstsein zurückgeholt und ich nahm mir vor bei der nächsten schamanischen Reise, nach der Mittagspause, die Geister danach zu fragen.

Nun wissen die meisten, dass eine Antwort, egal von wem, wenig erhellend ist. Wir verstehen vielleicht und können der Antwort auch voll und ganz zustimmen, doch im Inneren bleiben die Zweifel. Es brauchte eine Erfahrung, die mich bis in mein tiefstes Inneres berühren konnte. Ich musste Sterben. Das alles wusste ich natürlich nicht.

Ich reiste zu meinen Geistern, während die anderen Teilnehmer um mich herum mit anderen Fragen zu ihren reisten. Ich stellte die Frage und fand mich plötzlich alleine, in der dunklen und kalten Einsamkeit des Weltalls wieder – keine Sorge, ich werde an dieser Stelle nicht die ganze Reise erzählen, entscheidend war, dass ich starb und das ich alles auf meinem Weg zum Tod zurück lies, bis ich von Liebe erfüllt mein bisheriges Leben an mir vorüberziehen sah. Da wurde ich geläutert, denn ich richtete über mich und mein bisheriges Leben, da wir aus dem Herzen mit anderen Augen sehen, treffen wir andere Beurteilungen. Danach war ich Nichts.
Bis auf einen kleinen Funken, zu schwach um sich aus eigener Kraft zu entscheiden, dieses oder jenes zu tun. Warum auch, warum irgend etwas tun? Es ging mir mehr als gut, ich war frei, leicht, ich war pures Glück. Doch irgendwo war da auch Sorge, doch konnte ich nichts weiter tun als sie am Rande wahr zu nehmen. Die Geister waren es, die mich holten und zurück ins Leben brachten.

Wenn ich nun über dieses Erlebnis nachdenke, findet mein Verstand keine befriedigende Antwort auf die gestellten Fragen. Doch alles andere in mir weiß, für alles andere in mir stellt sich die Frage nicht mehr.

Schamanismus_Blüte mit Tropfen

So oder ähnlich arbeiten die Geister und weil Erfahrungen immer besser sind als Antworten, braucht es im Schamanismus eigenes Erleben, Ausprobieren und praktische Anwendung.

Nun noch ein Beispiel aus einem meiner Seminare. Eine Teilnehmerin litt sehr unter dem Tod ihres Vaters, der verstarb als sie sechs Jahre alt war.
Diese Erfahrung hat ihr Leben und ihr Wesen geprägt. Nicht alles war schlecht, denn es gibt immer viele Seiten, doch ist uns meist nur eine davon bewusst.
Tief in ihrem inneren empfand sie sich als nicht liebenswert und stets hatte sie das Gefühl um Liebe und Anerkennung kämpfen zu müssen.

Bei ihrer Reise war das Thema ein ganz anderes, im Vergleich etwas banales. Doch die Geister schienen den Zeitpunkt für geeignet ihr nun bei ihrem Thema zu helfen.
Auf ihrer Reise war sie plötzlich ihr Vater. Erfüllt von tiefster Verzweiflung sah er seine Kinder und das Herz wollte ihm zerreißen. Er wusste, das sie ihn weder hören noch sehen konnten, denn er war tot und er wollte sie doch so gerne umarmen, mit ihnen sprechen. Er wusste, dass er gehen musste, dass er sie zurück lassen musste, dass er sie nie wieder würde in den Arme halten können. Das war übermächtig und die Geister holten sie zurück. Sie weinte, wollte für einen Moment alleine sein und ging spazieren. Später redeten wir lange über das Erlebte und heute weiß ich, dass dieses Erlebnis alles geändert hat.

Dies waren zwei Begebenheiten, wie sie, die eigene Entwicklung betreffend, in der Zusammenarbeit mit den Geistern passieren können.
Gut ist, dass wir nie alleine sind mit solchen Erfahrungen, da wir unsere Helfer haben, Sie sind bei uns (auch wenn wir nicht immer bei ihnen sind) und wir können immer zu ihnen und um Hilfe, Antworten oder Trost bitten.

Die andere Ebene des schamanischen Weges ist die des Helfens.
Wie häufig erwähnt sind es die Geister die helfen und die schamanisch Praktizierenden nur die Brückenbauer zwischen Hilfesuchendem und den Spirits.

Nachdem wir das Basisseminar besucht haben und der Kontakt zu den Verbündeten hergestellt ist können wir die Seminare für Fortgeschrittene besuchen.

Die Themen sind unterschiedlich, doch geht es in jedem dieser Seminare um das Helfen. Da aus Sicht des Schamanen alles was ist, lebendig und beseelt ist, können es Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine, Orte und alles Weitere sein, welches unsere und damit die Hilfe der Geister benötigt.
In jedem der Seminare werden viele kraftvolle Techniken geübt um mit allen möglichen Situationen klar zu kommen. Oft werden diese oder ähnliche Techniken schon vor dem Besuch eines Seminars von den Geistern selbst vermittelt, denn sie arbeiten mit uns gleich nachdem wir den Kontakt zu ihnen hergestellt haben. Dann kommen die Teilnehmer zu diesem oder jenen Seminar um mehr darüber zu erfahren, um eine solidere Basis zu schaffen und um sicherer zu werden. Die Geister begrüßen das, sie sind auf jedem Seminar sehr aktiv und kreieren nicht selten Aufgaben nur damit die Teilnehmer üben können.

So erlebe ich auf jedem Seminar kleine und große Wunder, die mich immer aufs Neue erstaunen, begeistern und mein Herz ein Stück weiter machen.

Die Seminare für Fortgeschrittene dauern drei Tage oder Schamanismus_Jurte
länger und gebären starke und liebevolle Kreise.
Menschen die sich nicht kannten werden zu Herzen die sich verbinden und ich beginne zu begreifen, welches die größte Eigenschaft des Menschen ist und eine Ahnung davon wie es auf dieser Welt zugehen könnte, wenn wir uns erlauben würden diese Kraft zu leben.

Außerhalb der Seminare folgen wir unseren Pfaden, werden bewusster, weiter, kraftvoller und verbinden uns mehr und mehr mit allem Sichtbaren und Unsichtbarem in den Welten. Alltag und Spiritualität rücken immer näher bist die alltäglichen Handlungen immer auch spirituelle sind. Dann umgibt uns Ewigkeit und Unendlichkeit, doch eine Ende ist, vermute ich, nie in Sicht, was gut ist.
Doch das muss gesagt werden, in unserer schnelllebigen und durch Multitasking geprägten Gegenwart: Das alles passiert nicht von Heute auf Morgen und braucht Zeit, aber auch das ist gut.

Ich hoffe ich habe etwas mehr Licht auf den möglichen schamanischen Weg werfen können, auf das worum es bei unserer Arbeit, den Zielen unsere Vereins – Schamanismus e.V. – und unseren Seminaren geht.

 

 

Thema
Schamanische Wege
Artikel
Schamanische Wege
Beschreibung
Der schamanische Weg oder wie kann der Schamanische Weg für uns persönlich aussehen, was gibt uns die Verbindung zu den Geistern? Ich kann uns der Antwort dieser Fragen näher bringen, in dem ich von meinen Erlebnissen und von dem was ich in den letzten 23 Jahren als Seminarleiter bei anderen miterleben durfte berichte.
Autor
Olaf Bernhardt
Autor:Olaf Bernhardt

Lehrer für Schamanismus seit 1993 Schamanische Praxis seit 1991. Zahlreiche Forschungsreisen; Buchautor “Spirits – Geister im Herzen” (2013, Arun-Verlag, Olaf Bernhardt mit Jennie Appel)

One Response to "Schamanische Wege"

  1. anca Erstellt am 19. Februar 2015 um 21:19

    Für mich,nach dem zweiten Seminar,wusste ich das Schamanismus mein Weg ist.Es war ein Wiederfinden die mich Tag für Tag ein Stück näher zu mir selber bringt.
    Die Seminare besuche ich immer wieder und,weil Schamanismus nicht dogmatisch ist,kommen jedes mal neue Aspekte,neue Botschaften,Kraft und vieles Ungeahntes und Zauberhaftes,die uns alle staunen lässt.Es ist so lebendig!
    Und,dass wir für Klienten helfende Botschaften aus der Geisterwelten bringen dürfen,rührt mich zutiefst….

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